2516 Grundlagenseminar 6 - Behandlung komplexer Traumafolgestörungen einschliesslich dissoziativer Störungen
Einleitung
Behandelt werden komplexe psychotraumatologische Störungsbilder:
- Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS nach ICD-11)
- PTBS mit komorbider Symptomatik (u. a. Sucht, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Psychosen, etc.)
- Dissoziative Störungen
Für die Behandlung der komplexen PTBS kommen neben traumafokussierten Methoden auch Verfahren zur Verbesserung der Emotionsregulation und Verfahren zur Bearbeitung dysfunktionaler interpersoneller Beziehungsmuster bei Beziehungsstörungen infrage.
Therapieverfahren für komplexe Störungsbilder werden im Überblick vermittelt, wie z. B.
Dialektisch-Behaviorale Therapie PTBS (DBT-PTBS), Skills-Training zur affektiven und interpersonalen Regulation / Narrative Exposition (STAIR-NT), kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze, einschliesslich der kognitiven Verarbeitungstherapie und der Imagery Rescripting an Reprocessing Therapy (IRRT), Narrative Expositionstherapie (NET),
Eye Movement Desensitization and Reprocessing Therapy (EMDR) usw.
Zur Behandlung von Traumafolgestörungen und Ko-Morbidität mit anderen psychischen Störungen geht es um Therapieplanung und spezielle Bedingungen der Indikationsstellung traumafokussierter Verfahren, ausserdem um die Hierarchisierung von Therapiezielen.
Auch werden störungsspezifische Ansätze in Abhängigkeit von der Komorbidität vorgestellt.
Zur Behandlung von Traumafolgestörungen mit komorbid persönlichkeitsprägender Symptomatik werden Möglichkeiten zur Förderung der Beziehungsfähigkeit und zur Entwicklung interpersoneller Kompetenz, Autonomie und Nähe-Distanz-Regulation vorgestellt. Ebenso Techniken zum Aufbau von Selbstfürsorge und zum Ressourcenaufbau sowie zur Krisenbewältigung.
Die Bearbeitung traumaassoziierter Emotionen und dysfunktionaler Kognitionen wird thematisiert, ebenso wie die Behandlung komorbider dissoziativer Störungen. (Förderung antidissoziativer Skills, Ego-State-Arbeit zur Förderung von Wahrnehmung, Verstehbarkeit und Steuerungsfähigkeit zuvor dissoziierter Bereiche des Erlebens.
Es werden 12 SGPP-Fortbildungscredits à 1 Stunde fachspezifische Kernfortbildung und 16 UE spezifische Fortbildung für das DeGPT-Curriculum Spezielle Psychotraumatherapie vergeben.
Zielgruppe
Zuweisende / Fachpersonen
KursleitungJochen Binder, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (FMH), Leitender Arzt Ambulatorium und Spezialstation für Traumafolgestörungen Integrierter Psychiatrie Winterthur-Zürich Unterland ipw, 1. Vorsitzender der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT), Vorstand Interdisziplinäres Netzwerk Psychotraumatologie Schweiz (inps), Supervisor, Dozent Universität Zürich
Kosten
CHF 560.-, inkl. Seminarunterlagen
Mitarbeitende der PDAG erhalten 40% Ermässigung.
Kurszeiten Freitag, 09.00 bis 17.00 Uhr
Samstag, 09.00 bis 17.00 Uhr
Hinweis
Seminar vom 20./21. Juni 2025: Registration bis 13. Juni 2025
Seminar vom 19./20. Juni 2026: Registration bis 12. Juni 2026
Veranstaltungsdaten
Start / Ende | Veranstaltungsort | Anmeldefrist | Sprache | |||
Freitag, 20.06.2025 09:00 - 17:00 |
Begegnungszentrum O.1 (1.OG) Nr. 107
PDAG Windisch
Königsfelderstrasse 1 5210 Windisch |
13.06.2025 | Deutsch | An der Veranstaltung anmelden | ||
Samstag, 21.06.2025 09:00 - 17:00 |
Begegnungszentrum O.1 (1.OG) Nr. 110 (CPF)
PDAG, Königsfelderstrasse 1 5210 Windisch |
Folgetermin | ||||
Freitag, 19.06.2026 09:00 - 17:00 |
Begegnungszentrum O.1 (1.OG) Nr. 107
PDAG Windisch
Königsfelderstrasse 1 5210 Windisch |
12.06.2026 | Deutsch | An der Veranstaltung anmelden | ||
Samstag, 20.06.2026 09:00 - 17:00 |
Begegnungszentrum O.1 (1.OG) Nr. 110 (CPF)
PDAG, Königsfelderstrasse 1 5210 Windisch |
Folgetermin |